RECAP | Blog4Business Online | #B4Bdigital20

9. Apr 2020

#B4Bdigital20

Kurz vorab: Die Blog4Business sollte eigentlich offline in Dortmund stattfinden. Die liebe Daniela Sprung hatte alles organisiert. Damit die Veranstaltung nicht ins Wasser fällt, wurde sie kurzerhand in eine Online-Konferenz verwandelt. Danke an dieser Stelle für deine Mühe. Mit Hilfe von ZOOM, einigen tollen Kollegen und etwas Geduld, hatte Daniela dann alles beisammen. Die Speaker waren ready, die Teilnehmer happy. Und wenn das nicht schon der Hammer wäre, gab es sogar einen Goodie-Bag (Goodie-Umschlag) nach Hause. Mega! Eine persönliche Nachricht, ein Notizheft von Leuchtturm, einen Kugelschreiber und die neue SocialHub-Zeitschrift. Ich habe mich gefreut wie ein Kind. Einen Dank auch an die Sponsoren, ohne die solche Veranstaltungen und Goodie-Bags nicht möglich wären.

Screenshot: Blog4Business | ZOOM

So. Kommen wir zum eigentlichen Tag. Um 9 Uhr startete offiziell die Blog4Business. Nach der Begrüßungssession und einleitenden Worten von Daniela, begann der Inhalts-Part mit Rouven Kasten.

Bloggen bei der GLS-Bank | Rouven Kasten

Rouven Kasten arbeitet seit mehr als 5 Jahren sehr erfolgreich als Blogger bei der GLS Bank. In seiner Session spricht er über seine Arbeit und gibt klare Empfehlungen an alle Unternehmen. Er sagt eingangs deutlich, dass jedes Unternehmen seine Geschichten hat, die es zu erzählen gilt. Man muss sich nur trauen und vor allem durchhalten! 

Themen für den Blog könnten sein:

– Mitarbeiter-Vorstellung
– Erfolgsgeschichten
– Kundenfeedback
– Gastautoren
– Firmengeschichte
– Firmenerfolge
– Tagesaktuelle Themen
– Kunden kommen zu Wort
– Bildung/Weiterbildung
– Podcast im Blog einbinden

Sketchnotes: Vortrag Rouven Kasten

Danke Rouven für deinen Einblick in die Blog-Welt der GLS-Bank. Weiterhin viel Erfolg.

Pinterest als Traffic-Booster | Romy Mlinzk

In der zweiten Session ging es um Pinterest als Traffic-Booster für deinen Blog. Denn Pinterest ist eine Suchmaschine, kein Social-Network. Romy Mlinzk spricht sich für Pinterest aus und empfiehlt, diese Plattform für sich und sein Produkt/seine Dienstleistung zu nutzen. An Pinterest kann man unterschiedlich herangehen und sich seinen Pinterest-Kanal aufbauen. Wichtig zu wissen ist, dass sich hinter jedem Foto ein Link versteckt, dieser zur eigenen Homepage oder Shop, seinem Produkt oder anderen Pages führen kann.

Learnings:
– Pinterest arbeitet wie eine Suchmaschine
– heute pinnen, in Monaten Erfolge erzielen (longterm)
– eigene Pins und fremde Pins mischen
– Pin immer mit Bild und Text gestalten
– Bei Pins relevante Hashtags verwenden und immer Beschreibung & Link hinzufügen
– Rich Pins erstellen (zieht sich Meta-Descriptions der Sites)
– einen Pin immer an mehreren Boards pinnen (von spezifisch zu generisch)
– Pins lassen sich mit Hilfe von Tools planen

Sketchnotes: Vortrag Romy Mlinsk

Danke Romy für deinen Input und deine authentische Art. Deine Session hat mich dazu bewegt, mich nun mehr mit Pinterest zu beschäftigen. Danke für diesen Anstoß.

 

Podcasts in 2020 zur Kundengewinnung | Gordon Schönwälder

Weiter ging es mit Gordon Schönwälder zum Thema Podcasts in 2020 und wie man mit ihnen Kunden gewinnt. Zunächst einmal sollte uns bewusst sein, wer wirklich Podcasts hört und wie diese Zielgruppe tickt. Laut einer Studie, so Gordon, seien Podcast-Hörer gebildete und loyale Menschen. Sie akzeptieren Werbung, wenn der Podcast-Inhalt gut ist und haben (durchschnittlich) ein hohes Netto-Einkommen. Demnach sind Podcast-Hörer > Premium.

Zudem wurde festgestellt, dass 88 % der befragten Menschen noch nie einen Podcast gehört haben. Also finden wir da draußen noch viel Potential und eine mögliche Hörerschaft. Ganz wichtig, so Gordon, ist es – in einem Podcast eine Beziehung zum Hörenden aufzubauen.

 

Learnings & Empfehlungen:
– Landingpage für den Podcast einrichten
– smarte Formate zum Einstieg wählen
– Call2Action soll bzw. muss animieren, direkt zu kaufen/buchen etc.
> Podcast-Hörer konsumieren primär
– Mailing (vorher ankündigen, wie viele Mails kommen)
– Live-Webinare ankündigen (feste Zeiten, begrenzte Plätze, ohne Aufzeichnung)

Sketchnotes: Vortrag Gorson Schönwelder

Vielen Dank für deinen Einblick in die Podcast-Welt aus Sicht eines Profis. Ich bin selbst bisher nur Podcast-Hörer, aber immer wieder kurz davor, mich an einem eigenen Podcast zu versuchen. Vielleicht komme ich nochmal auf dich zu.

Digital Communities sind die Zukunft | Nora Breuker 

In Session 4 spricht Nora Breuker über Digitale Communities und warum sie die Zukunft sind. Wir alle wissen, dass Menschen danach streben, sich mit Gleichgesinnten zu umgeben und auszutauschen. In Communities finden Menschen zusammen, die gemeinsame Ziele, Interessen und/oder Probleme haben. Denn in Communities geht es primär darum, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Deshalb ist es so wichtig, zu seinen Mitgliedern eine Beziehung aufzubauen und von und mit Ihnen zu lernen. Es gibt die unterschiedlichsten Community-Arten wie z. B. die „Support Community“, „Product Community“, die „Content Community“, die „Engagement Community“ und die „Offline Community“.

Sketchnotes: Vortrag Nora Breuker

Also gilt: Bevor man als Unternehmen eine Community gründet, sollte man sich über einiges bewusst sein. Nicht nur der Aufwand, der dahintersteckt, sollte jedem klar sein. Es ist genauso wichtig vorab zu klären, um was für eine Community es sich handeln soll. Wer ist meine Zielgruppe? Wie richtet sich das Business aus? Wie möchte ich mit meinen Mitgliedern sprechen? Was ist der Mehrwert meiner Community? Was sollen meine Mitglieder für Erfahrungen in meiner Community sammeln? Welche Inhalte möchte ich platzieren? Was sind meine Ziele? Muss meine Community programmiert werden? Was für Budget plane ich ein? … u.v.m. Auf all diese Fragen sollte ich Antworten haben – erst danach sollte man starten.

Tipps zum Start/Content-Tipps:
– Heiße alle Mitglieder regelmäßig Willkommen (gerade bei fortlaufend neuen Mitgliedern)
& verlinke sie in deinem Begrüßungspost.
– Frage deine Mitglieder nach Feedback: thematische Themen oder persönlichen Themen
– Gehe Live und stelle dich als Interviewpartner zu Verfügung – beantworte Fragen deiner Mitglieder

Ganz wichtig: Höre zu, was deine Community dir zu sagen hat. Sie sind deine Zielgruppe und können dein Produkt und deine Dienstleistung besser machen. Sie sagen dir, was sie wollen. Danke Nora für deinen erfrischenden Vortrag und deine absolut tolle Art. Auch in diesem Vortrag hast du mich wieder einmal inspiriert. Ich freue mich auf ein Wiedersehen, liebe Kollegin.

 

Blog-Artikel unter 1 h schreiben | Anna Koschinksi

In der fünften Session des Tages spricht Anna Koschinksi über das Schreiben. Genauer gesagt, wie man es schafft, einen Blog-Artikel in unter 1 Stunde zu schreiben. Hier geht es also um schnelles Schreiben. Perfekt. Da wir alle wenig Zeit und viele ToDo‘s haben, war dieser Vortrag einfach ein MUST-Hear für mich an diesem Tag.

Sketchnotes: Vortrag Anna Koschinksi

Starten wir mal. Zunächst, so Anna, muss ich mir bewusstwerden, was genau mein Schreiben beeinflusst. Soweit so gut.
Und wie?
1. Raum & Umgebung
> mach es dir gemütlich, du musst dich wohlfühlen! Alles klar.
2. Ich-Selbst
> deine Stimmung ist wichtig, zwinge dich nicht dazu. (sofern möglich, werde ich darauf achten.)
3. Prozess
> Trenne Prozesse voneinander und setze dir einen Fokus. Wenn du schreibst, schreibst du.
(manchmal nicht leicht umzusetzen aber im Homeoffice vielleicht leichter.)
4. Zeit
> Setze dir eine feste Zeit
(z. B. ich nehme mir jetzt 1 h Zeit um den Artikel zu schreiben -Deal.)

Puh. Die Liste also abgehackt. Nun sagt Anna noch, dass ich vorab zudem noch Sicherheit und Klarheit brauche.
Was damit gemeint ist?
Das schnelle Schreiben gelingt nur, wenn du dir mit deinem Thema, deiner Botschaft und deinem Format sicher bist. Was ist deine Botschaft? Welchen Mehrwert willst du bieten? Nur wenn dir das klar ist und du dir sicher bist kannst du dich fokussieren und in einem Rutsch deinen Artikel schreiben. Feintuning wie Formatierung und Absätze/Headlines kommen im nächsten Schritt. Was man sich selbst immer wieder sagen muss ist: Ein Artikel muss nicht perfekt sein. In einem Artikel müssen nicht alle Punkte und Informationen rein!

Danke Anna. Habe es mit diesem Artikel direkt ausprobiert und bin begeistert. Es hat definitiv schneller als sonst geklappt meine Inhalte runterzuschreiben. Außerdem möchte ich noch erwähnen, dass mir deine authentische und sympathische Art unglaublich gut gefallen hat.

Emotionale B2B Kommunikation auf Instagram | Leila Prousch

In Session 6 ging es um die emotionale B2B Kommunikation auf Instagram. Leila Prousch hat zunächst einige pro Argumente für Instagram genannt: 1000 Mio. User, 63% täglich weltweit online und 2 von 3 deiner User sind noch keine Follower. Interessant für mich war die Info, dass wir im Schnitt (nur) 28 Min. täglich auf Instagram verbringen. Ich dachte tatsächlich, es sei mehr. Gerade in Krisenzeiten, so Leila, sei es noch wichtiger, emotionale Posts zu kreieren.

Sketchnotes: Vortrag Leila Prousch

Learnings:
– gut geplant ist die halbe Miete (trello, fanpage karma)
– Themenwahl: Mitarbeiter, Partner und Kunden vorstellen, Statistiken zum Produkt/DL, Humor und Motivation (Zitate)
– Story: schön aufbereiten, Layouts designen, Fragen an Follower stellen, MA/Kunden hervorheben
– Sound (on/off) beachten
– Werte des Unternehmens spiegeln
– GIFs verwenden oder selber erstellen (Giphy)

Danke Leila für deinen Input und deinen Vortrag. Werde in Zukunft weitere Formate ausprobieren und bin gespannt.

Bloggen als wäre man Game-Designer | Roman Rackwitz

In der 7 und letzten Session des Tages ging es um Gamification. Zunächst wollte ich den Vortrag auslassen und Feierabend machen. Die Sonne schien, der Tag war schon voller Input. Doch ich bin geblieben, weil ich einfach wissen wollte, wie Roman dieses Thema für „Blogger“ adaptiert. Leute, zum Glück bin ich geblieben.

Sketchnotes: Vortrag Roman Rackwitz

Roman Rackwitz hat darüber gesprochen, warum man bloggen und „unterhalten“ sollte, als wäre man ein Game-Designer. Die Empfehlung von ihm ist es, sich öfter mal eine andere Brille aufzusetzen und eine neue Perspektive einzunehmen. Zum einen, um seine Arbeitsweise zu betrachten und zum anderen, um neue Sichtweisen zu erlangen. Richtig spannend und für mich das Tageshighlight der #B4Bdigital20.

Eingangs stellte Roman die Frage nach unseren Hobbies. Was haben die Freizeitaktivitäten und unsere Hobbies gemeinsam? Sie machen uns Spaß, sie fordern uns aber auch heraus. Wir bestimmen hierbei meistens selber, wann und wie es „schwerer“ wird.

Beispiel: Gehen wir ins Fitnessstudio, dann werden wir mit der Zeit „besser“, d. h. auf dem Laufband z. B. schneller – oder wir schaffen eine Distanz irgendwann ohne zu hecheln. Was machen wir dann? Wir belassen es nicht dabei. Nein, wir erhöhen das Tempo oder Laufen „weiter“ / mit „Steigung“ oder setzen andere Reize. Wir fordern uns also selber heraus, damit es nicht langweilig wird. Bei Online-Spielen passiert genau dasselbe, nur werden die Herausforderungen vom Game-Designer vorgegeben.

Jetzt können wir genau dieses Prinzip auf unsere Inhalte anwenden bzw. adaptieren. Denn je mehr das Gehirn gefordert wird, desto mehr Neurotransmitter werden ausgeschüttet und das „Erlebnis“ wird emotionaler. Kommt man einmal in diesen Flow, als Leser, Sportler oder Gamer, ist das ein geniales Gefühl – Stichwort: Dopamin-Ausschüttung. Das heißt, es ist immer ein gutes Verhältnis zwischen den vorhandenen Fähigkeiten und den Herausforderungen wichtig. Zu leicht ist es schnell uninteressant oder langweilig, zu schwer kommt Frust auf. Hier muss also ein perfektes Matching geschaffen werden. Gar nicht so easy.

Umgemünzt auf Inhalte, die man z. B. in einem Blog veröffentlicht bedeutet das: Bekomme die Leute dazu, deinen Content zu lesen. Dann schaffe es, ihnen ein gutes Gefühl zu geben. Demnach, z. B. etwas geschafft zu haben. Biete weitere „Level“ an, durch diese deine Leser „besser“ werden. Detaillierte Darstellung der Thematik, tiefergehende Informationen zum Thema, aufeinander aufbauende Inhalte usw. Und ganz wichtig, lasse die Leser wissen, wo sie sich befinden. Das heißt, Fortschritte aufzeigen in Form von Bildern, Grafiken usw. – sodass ein Leser weiß, was er geschafft hat und was ihn erwartet.

Geheimtipp:
lass Leser/User an gewissen Punkten Auswahlmöglichkeiten. So hat der Leser/User das Gefühl, er kann mit entscheiden und ist bei möglichem Scheitern oder Unverständnis „sauer“ auf sich selbst, nicht auf den Autor.

Klingt so simpel und dennoch ist es eine Herausforderung. Seine Inhalte so zu platzieren, zu kreieren und aufzubereiten, dass sie für andere zum „Erlebnis“ werden. Was eine Aufgabe. Danke Roman für diesen Impuls. Mit dem Thema werde ich mich in Zukunft mehr beschäftigen und sehen, wie sich das für mich in meinem Job umsetzen lässt.

 

Mein Fazit

Wie man sicher schon herauslesen konnte, bin ich begeistert vom Tag. Begeistert vom Engagement der Organisatoren und Speaker, aber auch von der Teilnehmerschaft. Super Stimmung, respektvoller Umgang, sinnvolle Fragen und ein toller Austausch. Die gemeinsame Mittagspause, der „Pausenraum“ für den Plausch zwischendurch – an alles wurde gedacht. Die Technik hat einwandfrei funktioniert, alles lief glatt. Mehr als Respekt und Danke kann ich an der Stelle nicht sagen.

Uns ALLEN fehlt der Face2Face Kontakt, keine Frage. Natürlich freuen wir uns auf die offline B4B sobald möglich. Es ist einfach schöner, sich zu sehen und wirklich physisch beieinander zu sein. Jedoch hat mir dieses Format und dieser Tag die Tatsache des „Nicht-Sehen-Könnens“ etwas leichter gemacht.

❤ Meine Empfehlungen 

1. bloggerabc
Hier kommst Du zur Website. 

2. SocialHub
Hier kommst Du zur Website.

Isabel Kulessa
Ich bin Autor dieses Artikels.
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